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Interview am 22. Januar 2006 mit Kommodore Schirmherr

Kommodore, seit unserem letzten Gespräch ist einiges Wasser die Warnow herunter geflossen. Das letzte Interview schlug hohe Wellen, dennoch war kein Kontrahent bereit, offiziell Stellung zu nehmen.
Guten Tag. Zunächst möchte ich Ihnen hier für die Möglichkeit danken, auf die unter anderem im Forum erhobenen Anschuldigungen zu reagieren. Sie sprachen es an. Die Kontrahenten reagierten sichtlich gereizt auf meine Analyse der anderen Teams. Lassen Sie es mich so formulieren: Getroffene Hunde bellen.
Ich glaube, hier wollten einige Syndikate bewußt durch teilweise infame Anschuldigungen vom Missmanagement und der Ressourcenverschwendung ablenken.
Ich nenne bewußt keine Namen, erhebe aber dennoch die Forderung, dass wir wieder verstärkt zur Wasserarbeit zurückkehren sollten.

Wasserarbeit - ein gutes Stichwort. Wie sehen Sie die aktuellen Klimabedingungen und die Trainingsmöglichkeiten hier im Norden?
Gegenwärtig gestaltet sich das Training zugegebener Maßen etwas schwierig. Eisgang gefährdet den geregelten Trainingsbetrieb. Wir spielten kurz mit dem Gedanken, das Training in südlichere Gefilde zu verlegen. Aber da die Konkurrenz auch im Winter nicht schläft, entschlossen wir uns, das harte Training hier aufrecht zu erhalten.
So ließen sich Billabong, NorthSails sowie in Ansätzen auch RaceFace trotz zeitweiliger Vereisung nicht vom geplanten Trainingspensum abbringen und trafen sich zu Vergleichswettfahrten auf der Warnow.

Und - wie fällt hier Ihr Fazit aus?
Nun, die Luft wird dünner. Insbesondere Billabong hat sich zu dem erwartet starken Gegner entwickelt und konnte uns unsere Spitzenposition streitig machen und dies mit einem traditionellen Aluminium Rigg.

Bei unserem letzten Gespräch küdigten Sie in diesem Bereich einige Veränderung an Ihrer Yacht an. Sind sie hier bereits aktiv geworden?
In der Tat haben wir hier investiert. Aktuell setzen wir beim Rigg voll auf Carbon, sind allerdings mit der Position der Beschläge noch nicht ganz zufrieden. Dies soll jedoch die jüngsten Erfolge von Billabong nicht schmälern. Sie haben gerade in den Bereichen Segeleinstellung und insbesondere bei den Manövern Boden gut gemacht.

Sie spielen auf die früheren Wendeprobleme bei Billabong an?
Exakt. Billabong hat sich nicht nur auf dem Wasser als inzwischen sehr wendig herausgestellt.

Kommodore Schirmherr, jetzt können wir Ihnen nicht ganz folgen, worauf wollen Sie hinaus?
Nun, Billabong fährt nun unter Australischer Flagge. Böse Gerüchte behaupten, man wollte mit diesem Schritt die nationalen Ausscheidungen umgehen und für einen sicheren Startplatz im Luis Vuitton Cup sorgen.

Ein exzellentes taktisches Manöver an Land, wie Sie zugeben müssen.
Auch hier gönnen wir Billabong das Erreichte und wünschen AUS-1 für die Zukünft alles Gute.

Kommodore, mit diesen versöhnlichen Sätzen möchte wir Ihnen für dieses Interview danken und sind auf die nächsten Ergebnisse und natürlich auf die Reaktionen Ihrer Gegner gespannt.

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